Boeing PT-17 Stearman

Besitzer:
Thilo Kyritz
Baujahr: 1941
Kennzeichen: N55097
Standort: EDFZ Mainz-Finthen

Die Boeing PT 17 „Stearman“ gilt als einer der klassischen Doppeldecker neben der Bücker Jungmann, FW Stieglitz, DeHavilland Tiger Moth etc. Was sie allerdings von den vorgenannten unterscheidet, ist ihre Größe, was aber nicht verwundert, den in den USA war immer schon alles ein wenig größer als anderswo.

Die Boeing PT 17 als Doppeldecker-Schulflugzeug geht auf einen Entwurf von Lloyd Stearman zurück, der seine Firma, die Stearman Aicraft Co. an Boeing verkauft hat. Boeing hat die PT 17, welche intern als Modell „A71N1“ gebaut wurde, ab 1933 entwickelt, der Name „Stearman“ ihres Konstrukteurs ist ihr aber geblieben.

Da aufgrund des WWII ein großer Bedarf an Piloten herrschte, mußte auch eine entsprechend große Anzahl von Schulflugzeugen zur Verfügung stehen. Die US Army und die US Navy waren von der „Stearman“ aufgrund ihrer Robustheit so überzeugt, dass fast 10.000 Stück in unterschiedlichen Ausführungen gebaut worden sind. Bei der US Army wurden sie je nach Ausführung und Ausstattung PT 13 bis PT 27 bezeichnet, bei der US Navy als N2S.

Die Flugzeuge waren baugleich, haben sich aber bis ca. 1943 in der Farbgebung unterschieden. Die US Army-Stearmans hatten einen blauen Rumpf und gelbe Flügel, die US Navy-Stearmans waren ganz in Gelb lackiert mit einer roten, grünen oder schwarzen Bauchbinde je nach Verwendungszweck.

Ab ca. 1943 wurden sie dann nurmehr in Silber lackiert, da man mit dem Bau der abzuarbeitenden Aufträge anders nicht mehr nachgekommen wäre.

Diese Stearman wurde 1941 als eine von 275 baugleichen Mustern für die US Army gebaut und ist im Dezember 1941 ausgeliefert worden. Bis 1945 wurde sie als Schulflugzeug verwendet, danach aus dem Army-Register gestrichen und wahrscheinlich als Sprühflugzeug eingesetzt. 1986 wurde sie von der Fa. AirRepair im Auftrag eines ehemaligen Eastern-Airline-Kapitäns neu aufgebaut und unter der Kennung „N 55097“ zivil registriert. Dieser flog sie bis 1990, mußte sie dann aufgrund der Insolvenz von Eastern Airlines und des damit verbundenen Jobverlustes verkaufen.

Der bekannte Stearman-Kenner Michael Schulz importierte das Flugzeug 1998 nach Deutschland.

 

TECHNISCHE DATEN:

Spannweite: 9,80 m

Länge: 7,63 m

Höhe: 2,80 m

Motor: Continental W 670-6a - 7-Zylinder Sternmotor mit ca. 10,5 ltr Hubraum

Startleistung: 220 PS bei 2.050 rpm

Leergewicht: 880 kg

Max. Abfluggewicht: 1.230 kg

Reisegeschwindigkeit: ca. 160 kmh (100 mph) bei 1.850 rpm

 

 


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