Aeronca Champion 7-EC

Besitzer:
Klaus Radke
Baujahr: 1960
Kennzeichen: D-EUUU
Standort: EDRK Koblenz-Winningen

Die Geschichte der D-EUUU begann im November 1992.

Man entdeckte die Maschine als ein Wrack eines Stoff bespannten Flugzeuges. Ein schwer beschädigter Rumpf, Flächen und Streben, wobei der Rumpfhinterteil unbeschädigt schien. Es fehlten die Cowling, Fahrgestell, Instrumentenbrett, Sitze und Windschutzscheibe und jede Menge kleinerer Teile.

Dieses Wrack war als eine Art Ersatzteillager für eine in der Restauration befindliche CHIEF mitgeliefert worden. Es sollte anschließend dem Schrotthändler übergeben werden. Die Maschine hatte zudem keine Papiere. Der vorherige Eigner erzählte, dass es eine CHAMPION 7-FC sei. Der letzte beim Luftfahrtbundesamt (LBA) eingetragene Halter wurde ermittelt und der schickte den Rest der Papiere die er noch von der 7-FC hatte zu. Parallel übersandte das LBA die Kopien der noch vorliegenden L-Akte.

1960 in Osceola/Wisconsin USA gebaut und als CHAMPION 7-FC mit der Serial-Nr.FC-404 Kennzeichen N9829Y registriert.

Die Unterlagen begannen damit, das ein gewisser US-Army Captain Gordon W. Hall, der im Militär Hospital von Wiesbaden stationiert war, die 7-FC mitgebracht hatte und diese dann bis 1969 flog. Er verkaufte sie an den Aeroclub Bad Dürkheim und bekam die Kennung D-EBMQ. Als Schul- und Trainingsflugzeug bis 1976 im Einsatz, bis ein Pilot 'low and slow' zur Landung kam und im Zaun hängen blieb.

1977 wurde das Wrack an den Aeroclub Darmstadt in nicht repariertem Zustand verkauft. Dort wollte man den Flieger wohl wieder reparieren... doch es lag dort so lange bis das Wrack eben als Ersatzteillager im Sommer 1992 nach Neustadt/Aisch gebracht wurde.

Die Reparatur des Rumpfes begann, im Juli 1994 wurde die rechte Fläche in einer Garage zusammengebaut. Teil für Teil transportierte man zu Willi Frank nach Ühlfeld bei Fürth, ein absoluter Fachmann im Bespannen mit CECONITE.

Parallel dazu wurde dann der Rumpf geschweißt und alle anderen Nähte auf Risse geprüft. Gleichzeitig wurden die neuen Beschläge für das Fahrwerk eingebaut.

Nach dem Bespannen durch Willi Frank, Transport der Teile zu Hans Vornlocher und seiner Crew bei Fa. Eichelsdörfer/Bamberg zum Lackieren. Silber-Metallic mit dunkelblauen Streifen und Kennung.

Im April 1995, begann in Neustadt/Aisch in der Werft von Josef Malter der Aufbau der 7-EC.

Endlich war es soweit, an dem Ort, wo fast zwei Jahre zuvor das Wrack aus dem Keller geholt wurde, entstand ein neuer, strahlender Flieger.

Erst im September 1995 kam die vorläufige Verkehrszulassung vom LBA.

Am 9.9.1995 flog Josef Malter als Prüfer Klasse I zum ersten mal nach ca. 20 Jahren die CHAMP 7-EC: D-EUUU


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