Luscombe 8E Silvaire

Besitzer:
Hendrik Rässler
Baujahr: 1947
Kennzeichen: D-EQUS
Standort: EDQH Herzogenaurach

Die Luscombe 8 wurde von Don Luscombe 1938 als Nachfolger der relativ erfolglosen Luscombe Phantom entwickelt. Mit derzweisitzigen Luscombe 8 setzte Luscombe Maßstäbe in der Anwendung modernste Metallbauweise, was einfache Massenproduktion bei hoher mechanischer Stabilität versprach.

Ausgerüstet wurden die Prototypen mit dem neuen 50PS Continental Vierzylinder-Boxer. Allerdings zeugt ein kreisrunder Brandschott davon, daß man den neuen Motoren noch nicht so sehr traute und im Zweifelsfall auch auf Sternmotoren hätte zurückfallen können.

Im Laufe der Folgejahre wurde die Luscombe 8 konsequent weiterentwickelt. Die bespannte Tragfläche mit Metallrippen und -holm wurde durch eine Variante in beplankter Ganzmetall-Schalenbauweise ersetzt und die Motorpalette erweitert vom A-65 (Luscombe 8A) über den A-75j, C-85 bis zum C-90 (Luscombe 8F).

Leider konnteLuscombe in dem in den Nachkriegsjahren entstehenden Privatflugzeugmarkt nicht so entscheidend Fuß fassen, wie einige seiner Mitbewerber, trotzdem wurden immerhin über 6000 Luscombes gebaut.

D-EQUS ist eine Luscombe 8E, d.h. sie ist als Modell "Silvaire" mit "Luxusausstattung", Ganzemetalltragfläche und einem Conti C-85 ausgerüstet. Sie verließ am 8. September 1947 die Werkshallen von Luscombe mit der Seriennummer 5651.

Sie hatte in den USA, soweit bekannt ist, zwei Besitzer und wurde im Jahre 1990 von Cliff Lovell nach Großbritannien geholt. Cliff Lovell gilt alseiner der erfahrensten Luscombe-Restaurateure Europas. Unter seiner Hand wurde das Flugzeug überholt und flog dann drei Jahre als G-BSHJ in Großbritannien. Sie war auf einem Farmstrip in der Nähe von Guildford in Südengland stationiert.

1993 kauften Susanne und Hendrik Rässler das Flugzeug und überführten es nach Deutschland. Nach einem nur eineinhalb Jahre dauernden Zulassungsprozess wurde die Luscombe 1994 als D-EQUS in die deutsche Luftfahrzeugrolle eingetragen.

Die EQUS ist inHerzogenaurach (EDQH) bei Nürnberg stationiert.


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