Sportavia-Pützer RF6 Sportsman

Besitzer:
Marcus Mattheis
Baujahr: 1974
Kennzeichen: D-EASK
Standort: EDPJ Laichingen

1964 gründete Alfons Pützer in der Eifel zusammen mit der französischen Société Alpavia und René Fournier die Sportavia-Pützer GmbH, in der die Motorsegler RF 4 und RF 5 in großer Stückzahl gebaut wurden.

Nach dem Erfolg mit diesen beiden Modellen planten Fournier und Pützer den Bau eines Motorflugzeuges auf Basis eines Entwurfs von Fournier,  das RF 6 Sportsman heißen sollte.

Der Erstflug des mit einem Vierzylinder Boxermotor Lycoming O-235-E2A mit 91 kW Leistung ausgestatteten Prototyps (D-EHYO) folgte am 15. März 1973. Der 1974 gebaute zweite Prototyps (D-EASK) war für den Schlepp von Segelflugzeugen ausgelegt und wurde dementsprechend mit einem 110 kW starken Lycoming O-320-A1B ausgerüstet. Beide wurden auf der 1974 auf der ILA in Hannover präsentiert.

Der erste Prototyp D-EHYO ging bei einem Unfall im Mai 1977 verloren. So ist die D-EASK der einzige Prototyp dieses Flugzeuges und das einzige seines Typs.

Später wurde die RS-180 und, nachdem Slingsby Aviation die Lizenzrechte gekauft hatte,  die T67 bzw. als Militärtrainerversion die T3A Firefly daraus entwickelt.

Die D-EASK ist die Mutter all dieser Muster und damit ein einzigartiges Stück Geschichte.

In den 1990er Jahren wurde die RF6 vollständig überholt. Dabei wurde sie bis auf die letzte Rippe gestrippt, überprüft, erneuert und wieder aufgebaut.

Im Moment wird das Cockpit der RF6 restauriert. Der Innenraum wird passend zur blau-weißen Lackierung neu gepolstert und das Instrumentenpanel neu aufgebaut, so dass das Einzelstück wieder in neuem Glanz erstrahlt.

 


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